Raketen-Werkstatt

Flugfähige Raketen für einen Kindergeburtstag zu basteln ist gar nicht schwer! Wir zeigen euch drei Varianten, wie ihr eine Rakete bauen könnt. Aber Vorsicht: Zwei unserer Antriebe sollten nur von Erwachsenen gestartet werden, eine ist auch für Kinder geeignet.

Ihr braucht:

Für die Rakete mit Gas-Antrieb
  • eine leere Plastikflasche
  • Brausetabletten
  • Luftballon
  • Korken
  • Nadel
Für die Rakete mit Verpuffungs-Antrieb
  • eine leere Plastikflasche
  • 100%igen Alkohol (etwa Isopropanol, gibt es hier bei Amazon)
  • Feuerzeug
  • ein Rohr mit einem etwas größeren Durchmesser als der Durchmesser des Flaschenhalses als Startrampe
Für die Rakete mit Feuer-Antrieb
  • Alufolie
  • Schaschlikstab
  • Streichhölzer

So wird’s gemacht:

Die Rakete mit Gas-Antrieb

Bau der Rakete mit Gas-Antrieb

Bei dem Gas-Antrieb nutzen wir das CO2, das von Brausetabletten in Wasser freigesetzt wird.

Füllt in eine leere und trockene Plastikflasche einige Brausetabletten. Wir haben bei einer 1,5l-Flasche 8-10 Vitamin-C-Tabletten genommen. Achtet darauf, dass die Flasche im Inneren wirklich trocken ist, ansonsten beginnen die Tabletten sofort, zu schäumen – und das sollen sie erst später.

Steckt nun einen Luftballon in die Flasche und füllt diesen ganz vorsichtig mit Wasser. Es darf kein Wasser am Luftballon vorbei in die Flasche fließen. Füllt der Ballon die Flasche fast aus, verschließt ihn gut und lasst ihn auf den Boden der Flasche gleiten.

Nehmt einen Korken, der genau in die Öffnung der Flasche passt oder schnitzt einen Korken etwas zurecht. In den Korken kommt eine Nadel mit der Spitze nach außen. Verschließt nun die Flasche mit den Tabletten und dem wassergefüllten Ballon, indem ihr den Korken mit der Nadel nach innen in die Flasche steckt und somit gut verschließt. 

Klebt drei oder vier dünne Stecken so an die Flasche, dass ihr sie später mit der Öffnung und dem Korken nach unten aufstellen könnt. Seid dabei ganz vorsichtig, damit die Nadel den Ballon nicht versehentlich aufstechen kann. 

Start der Rakete

Wollt ihr die Rakete starten, dreht ihr sie so um, dass der Ballon etwas nach unten rutscht und von der Nadel durchbohrt wird. Ist das passiert, stellt ihr die Rakete schnell auf einer Wiese oder auf der Terrasse auf. Tretet ein paar Schritte zurück. Das Wasser aus dem Ballon trifft auf die Brausetabletten und diese beginnen, sich aufzulösen. Dabei entsteht CO2, das nicht aus der Flasche entweichen kann (sie ist ja von dem Korken verschlossen). Dadurch baut sich in der Flasche ein starker Druck auf. Irgendwann ist der Druck so stark, dass der Korken aus der Flasche gedrückt wird. Dadurch kann der Druck entweichen und die Flasche samt der Flüssigkeit darin schießt in die Höhe. Je nachdem, wie hoch der Druck in der Flasche war, erreicht eure Flaschen-Rakete locker eine Höhe von 10 m und mehr. 

Nachdem dabei die ganze Brause aus der Flasche läuft, solltet ihr etwas Abstand zu der Rakete halten. Am besten ist es, ihr startet sie direkt auf einer Wiese und die Kinder bleiben einige Meter entfernt.

Rakete mit Verpuffungs-Antrieb

Bau der Rakete mit Verpuffungs-Antrieb

Unsere Alkohol-Rakete funktioniert eigentlich wie eine normale Rakete, nur der Treibstoff ist ein anderer. Sie nutzt die Explosivkraft von brennendem Alkoholdampf. Wie bereits erwähnt, ist diese Rakete nicht für Kinderhände geeignet und sollte nur von Erwachsenen vorgeführt werden.

Nehmt eine leere Flasche und bohrt in den Boden der Flasche ein etwa 0,5 – 1 cm großes Loch. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Rakete noch verzieren. 

Baut euch eine Startrampe aus einem Rohr, das ihr schräg auf etwas lehnt, etwa ein Stück Holz. Das Rohr muss so groß sein, dass die Flasche locker hineinpasst. Richtet die Rampe so aus, dass die Flaschenrakete in eine Richtung fliegt, in der nichts passieren kann. 

Start der Rakete mit Verpuffungs-Antrieb

Schüttet vor dem Start einen Schluck von dem 100% Alkohol oder dem Isopropanol in die Flasche. Haltet dafür das Loch im Boden mit dem Finger zu. Schraubt nun den Deckel auf die Flasche und schüttelt sie kräftig. So verteilt sich der Alkohol gut in der Flasche. Steckt nun die Rakete in eure Startrampe.

Entzündet ein langes Streichholz oder ein langes Feuerzeug und haltet dieses unten an das kleine Loch im Boden der Flasche. Das Feuer entzündet den Alkoholdampf. Der Druck, der durch die Verpuffung entsteht, kann nur durch das kleine Loch entweichen. So wird die Rakete beschleunigt und fliegt deutlich über 10 m weit.

Achtung: Bei der Explosion entsteht ein lauter Knall. Und erneut: Das ist kein Versuch, den Kinder selbst durchführen können. Sie sollten das Ganze nur aus einiger Entfernung beobachten. 

 

Rakete mit Feuer-Antrieb

Bau der Rakete mit Feuer-Antrieb

Diese Rakete können auch die Kinder selbst starten. Es gibt zwar auch hier eine kleine Explosion, die aber lediglich von der Entzündung eines Streichholzes herrührt.

Rollt ein etwa 5 x 10 cm großes Stück Alu-Folie so um einen Schaschlik-Stab, dass ihr oben das so entstandene Alu-Rohr zu einer Raketenspitze zusammendrücken könnt. Für Deko-Zwecke könnt ihr aus einem kleineren Stück Alufolie die Luftruder basteln. 

Schiebt jetzt von unten in die Rakete 1 – 2- Streichhölzer mit dem Streichholzkopf nach oben. Die fertige Rakete steckt ihr auf ein Schaschlik-Stäbchen.

Start der Rakete mit Feuer-Antrieb

Die Kinder können die Rakete am Ende des Schaschlik-Stäbchens halten. Die Spitze müssen sie über ein Feuer, etwa von einem Teelicht halten. Die Hitze der Flamme sorgt dafür, dass sich der Zündkopf des Streichholzes im Inneren der Rakete entzündet. Sobald das passiert, schießt die Rakete von dem Schaschlik-Stäbchen und fliegt ein paar Meter weit.

 

TIPP:

Bereitet mindestens jeweils zwei Flaschen für den Gas-Antrieb und den Verpuffungs-Antrieb vor. Wenn die Kinder eine Rakete noch einmal sehen wollen, geht es so viel schneller. Das Wasser unter Zeitdruck in den Ballon zu füllen, geht meistens schief und bei der Alkohol-Explosion kann der Boden der Flasche platzen, so dass diese Flasche kein zweites Mal zum Einsatz kommen kann, falls das passiert.

Wir haben die Raketen-Werkstatt bei unserer Astronauten-Party vorgeführt.

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