Künstler-Party

Künstler

Für alle, die gerne kunstvoll klecksen, klopfen und kneten

Unsere Tochter ist total bastel-begeistert und liebt es, kreativ zu sein und mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. Daher stand das nächste Party-Motto schnell fest: Eine Künstler-Party sollte es sein! Mit verschiedenen Bastel-Stationen, an denen die Kinder sich kreativ austoben können! Dieses Party-Motto ist perfekt für den Sommer, da alle Klecksereien und Kleckereien draußen stattfinden können.

Hier kommt also unsere Anleitung für eine entspannte Sommer-Künstler-Party, die ihr ohne viel Aufwand organisieren könnt.

Die bunte Künstler-Einladung

Für die Künstler-Einladung haben wir eine Methode ausprobiert, die im Internet immer wieder auftaucht: Das Handlettering-Folieren! Wie’s gemacht wird und die genaue Bastelanleitung findet ihr hier:

Zur Bastel-Anleitung „Einladung mit foliertem Handlettering“

Das Eis-Buffet

Wir haben überlegt, welche Torte sich für eine Sommer-Party eignet – nichts mit Sahne natürlich, Schokolade geht auch nicht – und dann fiel uns die perfekte Nascherei für heiße Tage ein: EIS natürlich!

Praktischerweise ist mein Onkel ein begeisterter und begnadeter Hobby-Eis-Hersteller und so wurden die Gäste im Vorfeld nach ihren Lieblings-Eissorten gefragt und dann mit der Produktion begonnen. 

Ihr könnt natürlich auch einfach Eis im Laden holen oder bei eurer Lieblings-Eisdiele nach Eis zum Mitnehmen in größeren Mengen fragen.

Die Stationen

Nach der Eis-Begrüßung geht es dann los mit dem Bastel-Vergnügen!

Wir haben im Garten verschiedene Stationen aufgebaut und die Kinder dürfen frei entscheiden, welche Stationen sie wann besuchen wollen. Zusätzlich zu den fünf verschiedenen Bastel-Stationen gibt es noch Entspannungs-Stationen für Zwischendurch.

Die Entspannungs-Stationen

Wer mag, kann sich zwischen den Bastelstationen an der Cocktail-Bar einen Fruchtsaft-Cocktail mixen lassen und sich im gemütlichen Chill-Bereich entspannen.

Diese Idee habe ich bei Pinterest entdeckt und gleich umgesetzt. Da unser Trampolin schon alt und das Netz zerrissen war, haben wir es mit Decken, Kissen, Polstern und einem Sonnensegel in eine gemütliche Kuschelecke verwandelt.

Für schnelle und leckere Fruchtsaft-Cocktails gibt es Messbecher, auf denen die Mischverhältnisse eingezeichnet sind und man nur bis zur jeweiligen Markierung die Fruchtsäfte eingießen muss. Meine Tochter hat die tolle Cocktail-Karte gestaltet und wir haben noch Party-Strohhalme besorgt – fertig ist die Cocktail-Bar!

Die Bastel-Stationen

Wir haben 5 Stationen vorbereitet, an denen unsere Mädels verschiedene Bastel-Techniken ausprobieren können.

  • Station „Rasierschaum“
  • Station „Seifenblasen“
  • Station „Fimo“
  • Station „Blätter“
  • Station „Ringbuch“

Station 1: Marmorieren mit Rasierschaum

Mit Rasierschaum und Acrylfarben lassen sich ruck zuck die tollsten Kunstwerke erschaffen! Dazu wird ein geeignetes Gefäß mit Rasierschaum bodendeckend befüllt, Acrylfarbe aufgetropft und mit einem Holzstäbchen verwirbelt. Nun nur noch ein Blatt Papier auflegen, andrücken und abziehen.

Eine genauere Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Materialangaben findet ihr hier:

Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung „Marmorieren mit Rasierschaum“

Bei den Anleitungen im Internet haben wir gelesen, dass zum Schluss der Rasierschaum mit Hilfe eines Lineals abgestriffen wird. Das hat bei den meisten Kunstwerken auch gut funktioniert. Nachdem die Farben aber manchmal auch verwischten, experimentierten die Mädels mit Farbmenge und Trocknungszeit herum. Dabei stellten wir fest, dass man den Schaum gar nicht unbedingt abziehen muss. Man kann die Bilder auch einfach trocknen lassen – der Schaum löst sich von selbst auf. Eventuell verbleibende Reste, können dann ganz einfach noch mit einem Küchenpapier abgenommen werden.

Station 2: Seifenblasen-Bilder

Für kreative Seifenblasen-Bilder braucht ihr nur Seifenblasenflüssigkeit, Acrylfarben und Puste-Röhrchen.

Zum Pusten der Seifenblasen wollten wir eigentlich aus Draht und Perlen Puste-Stäbe selbst basteln. Beim Testen während der Party-Vorbereitungen haben wir dann allerdings festgestellt, dass die Draht-Variante nicht so gut funktioniert, wie die Vorrichtung, die sich in den gekauften Seifenblasen-Fläschchen befindet. Bei diesen war allerdings das Problem, dass man beim Pusten ziemlich nah am Papier sein muss, um gute Ergebnisse zu erzielen. Deshalb haben wir Rundrohre aus Kunststoff zurecht geschnitten und als Puste-Röhrchen verwendet. Damit funktioniert das Pusten und man kann weit genug entfernt sein, um die kleinen Farbspritzerchen, die beim Zerplatzen der Blasen entstehen, nicht ins Gesicht zu bekommen.

Die Puste-Röhrchen dürfen die Mädels erstmal mit buntem Washi-Tape verzieren.

Und dann kann es losgehen! Jeder darf sich Acrylfarben aussuchen, von denen ein paar Tropfen in ein Schälchen mit Seifenblasenlösung gemischt werden. Dann darf losgepustet werden. Tolle Ergebnisse erhält man, wenn man die Blasen direkt auf dem Papier entstehen lässt. Wenn sie platzen, entsteht an der Stelle ein Ring auf dem Papier.

Nachdem das nicht bei allen so gut geklappt hat, wurden unsere Mädels kreativ und entdeckten, dass durch das Schwenken der Stäbe über dem Papier und die dadurch heruntertropfende Flüssigkeit faszinierende Muster  entstehen.

Die genauere Anleitung mit Materialangaben findet ihr hier:

Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung „Seifenblasen-Bilder“

Station 3: Kugelschreiber im FIMO-Mantel

Bei der nächsten Station dürfen sich die Mädels mit Soft-Knete ihre eigenen, individuellen Kugelschreiber gestalten.

Auch hierzu gibt es diverse Anleitungen im Internet, bei denen immer Kunststoff-Kugelschreiber verwendet werden. Nach unserer Erfahrung funktioniert das schlichtweg überhaupt nicht. Wir haben Kugelschreiber aus durchsichtigem Kunststoff ausprobiert und aus dickerem, weißen Kunststoff – jedes Mal schrumpfte der Kugelschreiber im Backofen und sprengte die Knete-Ummantelung. Dann fanden wir allerdings die perfekte Lösung: Papier-Kugelschreiber! Die Mine lässt sich entfernen, was vor dem Backen unbedingt erforderlich ist, da sonst die Tinte eintrocknet. Und: Sie behalten im Backofen ihre Form!

Die Mädels bekommen jeweils einen Papier-Kugelschreiber und entfernen die Mine durch Herausziehen. Dann suchen sie sich 2-3 Soft-Knete-Farben aus und schneiden von den 28g Knete-Päckchen etwa 1/4 ab (bei 3 Farben etwas weniger).

Nun können sie loslegen und die Kugelschreiber verzieren. Wie man das tolle Muster hinbekommt zeigen wir euch hier in unserer Anleitung:

Station 4: Blätter hämmern

Beim Blätter hämmern dürfen sich die Mädels aus dem Garten verschiedene Blätter aussuchen. Die Technik ist einfach: ein weißes Blatt Papier auf einen ebenen Untergrund legen, ein Blatt an der gewünschten Stelle auflegen und mit einem Küchenpapier bedecken. Jetzt darf gehämmert werden, aber vorsichtig, da sonst die Blattstruktur völlig zerstört wird. Sanftes Klopfen genügt, bis der Pflanzensaft auf dem Küchenpapier sichtbar wird. Dann hat sich die Blattstruktur auf das Papier übertragen und das Küchenpapier samt Blatt kann abgenommen werden.

Unsere Versuche haben ergeben, dass besonders die Blätter der Obststräucher gut funktionieren. Die besten Ergebnisse haben wir mit Johannisbeer- und Himbeerstrauch-Blättern bekommen.

Aus dem selbst hergestellten Blätter-Papier können dann z.B. Glückwunsch-Karten gebastelt werden. Manche der Mädels haben in die Ecke eines DinA4-Papiers nur ein oder zwei Blätter gehämmert, um das Papier später als Briefpapier zu benutzen. Der Briefumschlag mit gehämmertem Blatt darf natürlich nicht fehlen!

Station 5: Individuelles Ringbuch binden

An dieser Station dürfen sich die Mädels ein Ringbuch binden – mit ihren schönsten Kunstwerken als Deckblätter! 

Dafür werden sie erst mal auf Din A5 zugeschnitten und laminiert, um sie zu schützen und stabiler zu machen. Wenn ihr kein Laminiergerät habt, ist das auch nicht schlimm, dann verwendet ihr im nächsten Schritt einfach Klarsichtfolie als Deckblatt und Rückseite.

Bei Ebay-Kleinanzeigen haben wir uns ein günstiges Ringbinde-Gerät besorgt, mit dem die Mädels jetzt ihre Ringbücher selbst binden können. Die karierten Blätter haben wir schon vorher vorbereitet, damit auf der Party kein Stau an der Bindemaschine entsteht. Deshalb brauchen die Mädels nur noch ihre laminierten Kunstwerke zu lochen und können gleich mit dem Binden loslegen.

Dazu wird eine Spirale in das Gerät gelegt und aufgebogen. Jetzt nur noch die Blätter samt Deck- und Rückseiten einlegen und die Spirale wieder zubiegen – fertig sind die individuellen Ringbücher!

Hier könnt ihr die Ergebnisse bewundern:

Die Kunstwerke-Mitnahme-Tüten

Für die fertigen Kunstwerke haben wir Mitgebsel-Tüten vorbereitet, die wir vorher schon mit ein paar Süßigkeiten gefüllt haben. 

Um die Tüten ein bisschen aufzupeppen, haben wir die Namensschilder auf buntes Hintergrundpapier geklebt.

Die Buchstaben der Namen sind gestempelt und embossed. Bei dieser Technik wird das Gestempelte mit Embossing-Pulver bestreut und dieses dann mit einem Heißluftfön geschmolzen. Dadurch entstehen erhöhte, glänzende Buchstaben. Wie die Embossing-Technik genau funktioniert, könnt ihr im Artikel „Zauberbuch basteln“ nachlesen.

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